Unser Klassiker:

Bio Café Orgánico 

wurde beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis
zu „Deutschlands nachhaltigstem Produkt 2018“ gekürt.

 

Fairer Kaffee hat mit Café Organico begonnen. Der sortenreine Röstkaffee war der erste fair gehandelte Bio-Kaffee, der auf den deutschen Markt kam. Seine erstklassigen Arabica Bohnen werden ökologisch angebaut und durch traditionelle Langzeitröstung schonend veredelt. Als echter Klassiker vereint er naturmildes Aroma und feine Säure zu einem Hochgenuss für jeden Tag. 
Kleinbauern aus Mittel- und Südamerika haben Anteil an diesem wunderbaren Kaffee. Die Kooperative San Fernando aus Mexiko gehört unter anderem dazu. Im Nationalpark Tierra Colorada engagiert sie sich für umweltschonenen Anbau und den Schutz der Artenvielfalt.
Der Faire Handel sichert das Einkommen vieler Familien und ermöglicht die Fortsetzung ihres sozialen und ökologischen Engagements.

Öko-Test zu Bananen

 

Eine gute Nachricht: das Magazin ÖKOTEST hat Bananen getestet, auf Rückstände wie auch auf die Einhaltung von Sozialstandards. BanaFair-Bananen waren frei von Pestizidrückständen und sind in Bezug auf Produktionsbedingungen und Transparenz mit der Note sehr gut bewertet worden.

"ÖKOTEST hat Bananen von 22 Anbietern auf ein breites Spektrum an Pestiziden untersuchen lassen. Bei den konventionellen Produkten wurde das Labor durchweg fündig. Fast alle enthalten die besonders bedenklichen Pestizide Imazalil und/oder Bifenthrin. Laut dem europäischen Gefahrenstoffrecht gelten beide Substanzen als möglicherweise krebserzeugend. Da die Bananen ungeschält untersucht wurden, befindet sich vermutlich ein erheblicher Teil der Pestizide in und auf der Schale, also nicht im essbaren Anteil. Die Bio-Produkte sind dagegen fast immer frei von Rückständen; nur bei dem Bio-Produkt eines Discounters stellte das Labor zwei Pestizide in Gehalten über dem Bio-Orientierungswert fest.
Die Pestizide werden im konventionellen Bananenanbau oft mithilfe von Flugzeugen versprüht. Aufgrund von Verwehungen kann es vorkommen, dass die Spritzmittel auch in angrenzenden Wohngebieten landen oder sich in der Umwelt anreichern. Schutzausrüstungen wie Masken und Anzüge sind nur für die Arbeiter vorgeschrieben, die Pestizide ausbringen. Andere Mitarbeiter sind oft weniger gut geschützt und kommen mit den Pestiziden in Kontakt. Das wirkt sich auf deren Gesundheit aus, wie die Studie einer österreichischen Ärzteorganisation zu Bananenplantagen in Ecuador nahelegt. Die Beschäftigten im Bananenanbau leiden zudem unter schlechten Arbeitsbedingungen und Löhnen, die manchmal noch nicht einmal existenzsichernd sind."
(Pressemeldung ÖKOTEST)

Als Konsequenz rät ÖKOTEST Verbraucher/innen zum Kauf von Fairtrade-Bio-Bananen.
 

Der vollständige Test ist in Heft 1/2018 zu lesen.

„SPIZTE NADEL“ für die Weltläden

Aktionspreis gegen die dunkle Seite der Modeindustrie

Ihre Aufwartung bei Bürgermeister Josef Schweinberger machten die Buchloer Weltladenvorsitzenden Claudia Wahl, Waltraud Schuster und Marlies Voppichler. Mit im Gepäck hatten sie eine Trophäe: Den Aktionspreis „SPIZTE NADEL 2017“. Vierliehen wurde dieser im Rahmen der Ethical Fashion Show im Funkhaus Berlin an die Weltläden aus unserer Region. Mit der Auszeichnung würdigten die gemeinnützige Gesellschaft cum ratione (Paderborn) und das INKOTA-netzwerk (Berlin) in zwei Kategorien besonders innovative und wirksame Aktionen, die auf die Missstände in der globalen Textil-, Schuh- und Lederindustie aufmerksam machen und sich für die Menschenrechte einsetzen.

Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis ging heuer in der Kategorie „Politische Schlagkraft“ an den H&M-Gesamtbetriebsrat Deutschland (Bereich Sales) für die Initiative „Stopp! Union-Busting“ und die Aktion „XXXL – Wir tragen fair“ von den Weltläden der Region Iller-Lech wurde im Bereich „Breitenwirkung“ ausgezeichnet.

130 selbstgebastelte Riesen-T-Shirts hingen in mehr als 15 Städten und Gemeinden an Lichtmasten, Fahnenstangen und in Schaufenstern. Auf den Etiketten waren Geschichten von Menschen abgedruckt, die sich so oder ähnlich täglich in der Kleiderproduktion abspielen: Sie erzählen von arbeitenden Kindern, von mit Pestiziden vergifteten Vätern und unterbezahlten Müttern. Die Aktion erinnerte im Frühjahr an den Einsturz der Kleiderfabrik Rana Plaza in Bangladesch, dem bislang größten Unglück in der Geschichte der Kleiderproduktion. Kampagnenhöhepunkt war die Kundgebung in der Kemptener Fußgängerzone mit Dr. Gerd Müller, dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, resümierte Waltraud Schuster.

Auf der einen Seite freuen sich die Weltladenmitarbeiterinnen über die Würdigung ihrer „Basisarbeit“. Auf der anderen Seite rücken damit die Missstände in der Textilindustrie in den Blick und machen, laut Claudia Wahl, betroffen. Für sie ist Kleidung fair, wenn die Menschen, die sie herstellen, selbstbestimmt agieren, grundlegende Recht haben, von ihrer Arbeit leben können und durch die Arbeit keine gesundheitlichen Schäden davontragen. Global betrachtet ist dies leider größtenteils nicht der Fall, weshalb umso wichtiger ist – bei jedem Kleiderkauf – gezielt die Produktionskette vom Rohstoff bis letztlich zur Entsorgung zu hinterfragen.

 

Bild oben: Den Dank für die Unterstützung durch den Bauhof bei der Aktion „XXXL – Wir tragen fair“ durfte Bürgermeister Josef Schweinberger von den Weltladenvorsitzenden  Claudia Wahl (von links), Waltraud Schuster und Marlies Voppichler entgegen nehmen. Als kleines äußeres Zeichen bekam er aus dem neuen Weltladensortiment eine der wahrscheinlich fairsten Schokoladen der Welt – komplett in Ghana gefertigt.

Starke Aktionen für faire Kleidung ausgezeichnet:

 

Die SPITZE NADEL 2017 geht an den H&M Gesamt-betriebsrat und 30 Weltläden der Region Iller-Lech

Die gemeinnützige Gesellschaft cum ratione (Paderborn) und das INKOTA-netzwerk (Berlin) hat den Aktionspreis SPITZE NADEL an den Gesamtbetriebsrat von H&M und die Weltläden der Region Iller-Lech verliehen. Die feierliche Preisverleihung fand im Rahmen der Ethical Fashion Show im Funkhaus Berlin statt. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis würdigt Initiativen, die mit besonders innovativen und wirksamen Aktionen auf die Missstände in der globalen Textil-, Schuhund Lederindustrie aufmerksam machen und sich für die Menschenrechte bei der Arbeit einsetzen.
In der Kategorie „Politische Schlagkraft” zeichnete die achtköpfige Jury den H&M-Gesamtbetriebsrat Deutschland (Bereich Sales) für die Aktion „Stopp! Union-Busting“ aus. Er hatte Ende 2016 eine Solidaritätsaktion für entlassene und verhaftete Textilarbeiter in Ashulia (Bangladesch) gestartet, die für höhere Löhne protestiert hatten. Der Betriebsrat forderte die H&M-Konzernleitung auf, Verantwortung zu tragen und Einfluss zu nehmen, damit die inhaftierten Arbeiter freigelassen werden. Im Zusammenspiel mit einer internationalen Solidaritätskampagne konnten sie erreichen, dass die Inhaftierten freigelassen wurden. Die internationale Gewerkschaft IndustriaALL und der bangladeschische Arbeitgeberverband unterzeichneten eine Übereinkunft, damit alle Arbeiter wieder eingestellt
werden. Viele sind jedoch noch immer ausgesperrt und es existieren „schwarze Listen“ unliebsamer Arbeiter.
„Das Vorgehen des Gesamtbetriebsrates von H&M ist ein mutiger Einsatz, der absolute Vorbildfunktion hat. Wir wünschen uns, dass sich noch mehr Arbeitnehmervertretungen großer Modekonzerne trauen, aufzustehen und
sich für Menschenrechte bei der Produktion der von ihnen verkauften Textilien stark zu machen. Der Einsatz zeigt, dass es sich lohnt, gegen die Missstände in der Textilindustrie vorzugehen”, erläutert Kerstin Haarmann von der gemeinnützigen Gesellschaft cum ratione aus Paderborn, die den Preis initiiert hat. Saskia Stock, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates von H&M, kündigte auf der Preisverleihung in Berlin an, das Preisgeld direkt für Projekte eines unabhängigen Bildungswerkes in Asien einzusetzen.
Die Aktion „XXXL – Wir tragen fair“ der Weltläden Iller-Lech wurde in der Kategorie „Breitenwirkung“ gewürdigt.

Ein Zusammenschluss aus 30 Weltläden in 15 Gemeinden der Region führte innerhalb des letzten Jahres zahlreiche lokale Aktionen durch, um die Bevölkerung auf Missstände in der Modeindustrie aufmerksam zu machen. In den Städten und Gemeinden der Region sorgte eine Straßenausstellung mit Riesen-T-Shirts, die an Masten und Bäumen angebracht waren, über Tage für Aufsehen und Medienberichte. Aktionshöhepunkt war ein Sternmarsch in die Innenstadt von Kempten, bei dem sich auch lokale Politiker und der Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller als Gastredner zu einem fairen Handel und Menschenrechten bei der Arbeit bekannten.
Berndt Hinzmann, Referent beim INKOTA-netzwerk und Mitinitiator der SPITZEN NADEL, erklärt: „Es ist wunderbar, dass immer mehr Menschen in der Öffentlichkeit klar und eindeutig für einen fairen Handel eintreten.
Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Die Menschen wollen die ganze Rechnung sehen. Deshalb fordern wir Transparenz statt Versteckspiel: Politik und Unternehmen müssen für die Einhaltung der Menschenrechte sorgen
und der Öffentlichkeit transparent berichten!“

Das Bild links zeigt alle Preisträger und die Jury. Die Vertreter der Weltläden Iller/Lech sind von rechts: Gebhard Dischler (Weltladen Schwabmünchen), Berndt Hinzmann (Netzwerk Inkota), Georg Jutz (Weltladen Memmingen) und Felizitas Smith (Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.)                                    Das Bild rechts zeigt die Auszeichnung "Die Spitze Nadel 2017"

XXXL – Wir tragen Fair!

Eine Aktion der Iller-Lech Weltläden
Der Weltladen Buchloe und 15 weitere Weltläden aus der Region zwischen Iller und Lech machen mit übergroßen T-Shirts auf Missstände in der weltweiten Kleiderproduktion aufmerksam

22. April 2017 - Insgesamt über 100 Riesen-T-Shirts hängen seit heute in mehr als 15 Gemeinden und Städten an Lichtmasten, Fahnenstangen und in Schaufenstern. Auf den Etiketten sind Geschichten von Menschen abgedruckt, die sich so oder ähnlich täglich in der Kleiderproduktion abspielen: Sie erzählen von arbeitenden Kindern, von mit Pestiziden vergifteten Vätern und unterbezahlten Müttern. Die Iller-Lech Weltläden, ein Zusammenschluss von über  30 Weltläden in der Region zwischen Iller und Lech, machen damit auf Missstände in der weltweiten Kleiderproduktion aufmerksam. Die Aktion startet am Wochenende vor dem 24. April, der weltweit als Fashion-Revolution-Day begangen wird. Am kommenden Montag jährt sich zum vierten Mal der Tag, an dem die Kleiderfabrik Rana Plaza in Bangladesch eingestürzt ist: Mehr als 1.100 Menschen starben damals, es ist das bisher größte Unglück in der Geschichte der weltweiten Kleiderproduktion. Die Weltläden weisen mit regionalen Aktionen und unter www.iller-lech-traegt-fair.de auf Alternativen zum herkömmlichen Kleiderkauf hin. Höhepunkt der Aktion ist eine gemeinsame Veranstaltung am 29. April in der Fußgängerzone in Kempten.  Dort werden die teilnehmenden Weltläden gemeinsam mit Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, auf das Thema aufmerksam machen.

Am 24. April 2013 starben beim Unglück in der Textilfabrik von Rana Plaza in Bangladesch mehr als 1.100 Menschen, über 2.500 wurden schwer verletzt. Das Gemäuer hatte Risse aufgetan, deshalb verbot die Polizei am 23. April den Zutritt. Dennoch waren einen Tag später, als die sechsstöckige Halle zusammenbrach, mehr als 3.000 Textilarbeiter*innen im Gebäude. Sie arbeiteten für einen Durchschnittslohn von 28 Euro monatlich. Die Gebäudesicherheit in Bangladesch sei dennoch bis heute nicht gewährleistet, sagt Ewald Lorenz-Haggenmüller, Vorstand des Weltladens in Kempten. Der Komplex von Rana Plaza sei nur für zwei Stockwerke ausgelegt gewesen. „Fabrikhallen werden bis heute nur unzureichend kontrolliert“, erklärt Lorenz-Haggenmüller, weitere Unfälle seien vorprogrammiert.

Beim Nähen verlagert sich das Geschäft derzeit von China nach Bangladesch, obwohl China in absoluten Zahlen immer noch am meisten Kleidung produziert. In China steigen jedoch die Löhne, in Bangladesch entstehen immer mehr illegale Hallen. Der durchschnittliche Lohn einer Näherin in Bangladesch beträgt heute 50 Euro monatlich, mehr als zur Zeit des Unglücks von Rana Plaza. Und doch sind das nur 19 Prozent des Existenzlohnes des Landes: Er liegt bei 259 Euro. Gebhard Dischler vom Netzwerk der Iller-Lech Weltläden erklärt: „Weil die Löhne so niedrig und die Preise seitens der europäischen Importeure so gedrückt werden, kommen in der Textilproduktion vielfach Kinder zum Einsatz.“
Trotz eines Arbeitstages von zwölf bis vierzehn Stunden erhalten die Näher*innen nur einen Bruchteil des europäischen Verkaufspreises: Nicht einmal ein Prozent bleibt ihnen. Arbeiten die Menschen zu langsam, wird ihnen von einem Tag auf den anderen gekündigt. Der Lieferdruck ist enorm: Wer nicht rechtzeitig liefert, verliert den Auftrag. Das kann schnell den Ruin der Fabrik bedeuten. Also werden die Arbeiter*innen angehalten weiterzuarbeiten: häufig ohne Lohn. 
Doch nicht nur beim Nähen, dem letzten Schritt in der Kleiderproduktion, läuft vieles schief: Bereits beim Baumwollanbau, der weltweit 2,4 % der gesamten Ackerfläche in Anspruch nimmt, können Arbeiter*innen von ihrem Gehalt kaum leben. In der Baumwollproduktion werden ein Viertel der weltweit gehandelten Insektizide und elf Prozent der Pestizide eingesetzt, mehr als für jede andere Pflanze der Welt. Ewald Lorenz-Haggenmüller vom Weltladen Kempten erklärt: „Der weltweite Anbau von Baumwolle verbraucht gleich viel Wasser wie alle Privathaushalte der Erde zusammen.“
Auch die Farben der Stoffe verlangen ihr Tribut: Gefärbt wird in Ländern, wo Gesundheits- und Umweltauflagen niedrig sind, zum Beispiel in China und Tunesien. Gebhard Dischler von den Iller-Lech Weltläden erklärt: „Zwei Drittel der chinesischen Flüsse und Seen sind verschmutzt. Giftstoffe aus Fabriken werden oft ungeklärt abgeleitet und sind später in Trinkwasser und Essen zu finden.“ Diese Schadstoffe seien bei Tier und Mensch immer häufiger nachweisbar. Millionen Menschen beziehen ihr Trinkwasser aus den so verschmutzten Flüssen, fischen daraus und nutzen es für die Landwirtschaft. Die chemischen Substanzen in den Farbmischungen provozieren Krebs und bringen das menschliche Hormonsystem durcheinander.
Die Iller-Lech Weltläden weisen auf Alternativen hin, die immer stärkere Beachtung finden. Die Weltladen Mitarbeiter*innen haben sich in der Region erkundigt: Es gibt eine Reihe von Secondhandläden, Läden mit fair gehandelter Mode und Kleidungsstücke, die aus lokalen Kreisläufen stammen. Dischler ist überzeugt: „Unsere Region bewegt sich in eine fairere Richtung, auch wenn es sich derzeit noch um eine Nische handelt. Die Alternativen wollen wir der gesamten Bevölkerung zugänglich machen.“ Geschäfte, die bereits faire Kleidungsprodukte führen, finden interessierte Konsumenten auf

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