Kleines Insekt – große Wirkung

Ohne Bienen gäbe es keinen Honig und auch Obst und Gemüse würden zu Luxusgütern, denn die Tiere bestäuben rund 80 Prozent unserer Nutz- und Wildpflanzen. Grund genug, um diesem Tag ganz besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

 

Da deutscher Honig nur 30% des nationalen Verbrauchs decken kann, ist es notwendig, Honig aus dem Ausland zu importieren. Fair produzierte Produkte aus dem globalen Süden sollten hierbei die erste Wahl sein. Schließlich gehört Honig zu den ersten und beliebtesten Produkten im Fairen Handel. Das hat auch damit zu tun, dass die Bienenhaltung nur wenig Ressourcen erfordert – was Landnutzung, Materialeinsatz oder Wasserverbrauch angeht. Das Naturprodukt leistet einen enorm wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt und zum Klimaschutz. Durch den Fairen Handel haben die Mitglieder der Imkergenossenschaften aus Mexiko und Guatemala die Chance auf ein besseres Leben und Zusatzeinkünfte, denn gerade sie haben mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen. Veränderte Regen- oder Trockenzeiten, die u.a. in Ernteverschiebungen resultieren, sind mit einem geringeren Erntevolumen und letztendlich mit weniger Einkommen verbunden. Darüber hinaus wird durch den Klimawandel auch das Wachstum der nektar- und pollenproduzierenden Pflanzen gestört. Dies wiederum beeinflusst das Verhalten der Bienen und führt ebenfalls zum Rückgang des Produktionsvolumens. Bienenstöcke, die früher 50 Kilo Honig produzierten, liefern jetzt nur noch 15 Kilo Honig. Um diese dramatischen Auswirkungen zu mildern, unterstützt die GEPA ihre Partner bei der Wiederaufforstung von wertvollen Mischkulturen mit bienenfreundlichen und blütenreichen Pflanzenarten, wie z.B. Orangen-, Mandarinen-, Zitronen-, Mango-, Avocado- und Pfirsichbäumchen sowie Belladonna (schwarze Tollkirsche).

 

GEPA-Honig: von der Wabe bis ins Glas – fair und transparent

Unter dem Motto „ClimateJusticeNow“ startet die GEPA mit ihrem neuen Honigsortiment den mehrjährigen Schwerpunkt Klimagerechtigkeit. Da Klimaneutralität ein wichtiger Teil der Klimagerechtigkeit ist, hat sie sich dafür eingesetzt, dass ihr gesamtes Honig-Sortiment nun von der Ernte und Produktion bei den Handelspartner*innen bis ins Regal in Deutschland klimaneutral ist. Die Kompensation findet in Zusammenarbeit mit dem kirchlichen CO2-Kompensationsfond „Klima-Kollekte“ statt.

Auch bei der Bio-Umstellung unterstützte die GEPA ihre Handelspartner*innen Schritt für Schritt, so dass jetzt 13 von 14 GEPA-Honigen in zertifizierter Bio-Qualität verfügbar sind.

 

Einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Artenvielfalt auf lokaler Ebene leistet seit April 2019 das Gymnasium Buchloe. Im Wahlfach Schulimkerei machen die Schüler*innen alles selbst: von der Kontrolle der Bienenvölker bis hin zur Verarbeitung von Honig und Wachs. Hierbei kann Natur hautnah erlebt werden. Gleichzeitig lernen die Schüler*innen im Team was für unsere Welt und Umwelt von morgen wichtig ist.

Der Buchloer Weltladen stellt derzeit verschiedene Utensilien des Imkereibedarfs in seinem Schaufenster aus und bietet den Honig aus der Schulimkerei zum Verkauf an.

Spende statt Geschenke für Kunden

Gibt es etwas Schöneres als Gutes zu tun? 

Statt in der Vorweihnachtszeit Geschenke an seine Kunden und Geschäftspartner zu verteilen, spendete der Bio-Hofladen der Familie Tröbensberger € 500 an den Arbeitskreis Eine Welt Buchloe e.V., der dieses Geld zur Unterstützung seiner Hilfsprojekte verwenden wird.

Das Bild zeigt bei der Scheckübergabe Dorothe Ruhfaut vom Weltladen Buchloe (links) sowie Steffi und Martin Tröbensberger vor ihrem Bio-Hofladen.

Weltladen setzt bei der Mehrwertsteuersenkung
auf Solidarität

Der Weltladen Buchloe beteiligt sich an der Aktion #fairwertsteuer und gibt die Ersparnis aus der Mehrwertsteuersenkung an seine Produzenten weiter.Die Corona-Krise hat längst die ganze Welt erfasst. Die Auswirkungen der Krise treffen die Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika besonders stark. Viele von Ihnen können wegen der Ausgangssperren derzeit nicht in den Werkstätten oder auf den Feldern arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Gleichzeitig können sie in dieser schwierigen Situation in der Regel nicht auf Rettungsschirme, Zuschüsse oder Steuersenkungen ihrer Regierungen hoffen.

Deshalb möchte der Buchloer Weltladen – wie viele andere Weltläden auch - ein Zeichen setzen, denn Fairer Handel bedeutet auch solidarischer Handel, der gerade in dieser Krisensituation anders wirtschaftet und die unterstützt, die es am Nötigsten haben.

 

Im Schnitt bedeutet die Mehrwertsteuer-Senkung für eine*n Kund*in im Weltladen eine Ersparnis von 30 Cent bei einem Warenwert von 15 € pro Einkauf (was der tatsächlichen durchschnittlichen Bonsumme in einem Weltladen entspricht).

 

Die Akteure des Fairen Handels zweifeln daran, dass diese geringe Ersparnis den Konsum im Weltladen nennenswert steigern würde oder die Kund*innen merklich entlastet – dem eigentlichen Zweck dieser Maßnahme der Bundesregierung entsprechend. Die vielen kleinen Beiträge können in der Summe jedoch einen großen Unterschied für die Produzent*innen machen.

 

Die Aktion #fairwertsteuer wird getragen von den teilnehmenden Weltläden, dem Weltladen-Dachverband, der Fair-Handels-Beratung, dem Forum Fairer Handel, der Lieferanten-Initiative (GEPA, GLOBO, El Puente, WeltPartner) und dem FAIR BAND.

 

Weitere Informationen:

aktion #fairwertsteuer

Unser Klassiker:

Bio Café Orgánico 

wurde beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis
zu „Deutschlands nachhaltigstem Produkt 2018“ gekürt.

 

Fairer Kaffee hat mit Café Organico begonnen. Der sortenreine Röstkaffee war der erste fair gehandelte Bio-Kaffee, der auf den deutschen Markt kam. Seine erstklassigen Arabica Bohnen werden ökologisch angebaut und durch traditionelle Langzeitröstung schonend veredelt. Als echter Klassiker vereint er naturmildes Aroma und feine Säure zu einem Hochgenuss für jeden Tag. 
Kleinbauern aus Mittel- und Südamerika haben Anteil an diesem wunderbaren Kaffee. Die Kooperative San Fernando aus Mexiko gehört unter anderem dazu. Im Nationalpark Tierra Colorada engagiert sie sich für umweltschonenen Anbau und den Schutz der Artenvielfalt.
Der Faire Handel sichert das Einkommen vieler Familien und ermöglicht die Fortsetzung ihres sozialen und ökologischen Engagements.

Öko-Test zu Bananen

 

Eine gute Nachricht: das Magazin ÖKOTEST hat Bananen getestet, auf Rückstände wie auch auf die Einhaltung von Sozialstandards. BanaFair-Bananen waren frei von Pestizidrückständen und sind in Bezug auf Produktionsbedingungen und Transparenz mit der Note sehr gut bewertet worden.

"ÖKOTEST hat Bananen von 22 Anbietern auf ein breites Spektrum an Pestiziden untersuchen lassen. Bei den konventionellen Produkten wurde das Labor durchweg fündig. Fast alle enthalten die besonders bedenklichen Pestizide Imazalil und/oder Bifenthrin. Laut dem europäischen Gefahrenstoffrecht gelten beide Substanzen als möglicherweise krebserzeugend. Da die Bananen ungeschält untersucht wurden, befindet sich vermutlich ein erheblicher Teil der Pestizide in und auf der Schale, also nicht im essbaren Anteil. Die Bio-Produkte sind dagegen fast immer frei von Rückständen; nur bei dem Bio-Produkt eines Discounters stellte das Labor zwei Pestizide in Gehalten über dem Bio-Orientierungswert fest.
Die Pestizide werden im konventionellen Bananenanbau oft mithilfe von Flugzeugen versprüht. Aufgrund von Verwehungen kann es vorkommen, dass die Spritzmittel auch in angrenzenden Wohngebieten landen oder sich in der Umwelt anreichern. Schutzausrüstungen wie Masken und Anzüge sind nur für die Arbeiter vorgeschrieben, die Pestizide ausbringen. Andere Mitarbeiter sind oft weniger gut geschützt und kommen mit den Pestiziden in Kontakt. Das wirkt sich auf deren Gesundheit aus, wie die Studie einer österreichischen Ärzteorganisation zu Bananenplantagen in Ecuador nahelegt. Die Beschäftigten im Bananenanbau leiden zudem unter schlechten Arbeitsbedingungen und Löhnen, die manchmal noch nicht einmal existenzsichernd sind."
(Pressemeldung ÖKOTEST)

Als Konsequenz rät ÖKOTEST Verbraucher/innen zum Kauf von Fairtrade-Bio-Bananen.
 

Der vollständige Test ist in Heft 1/2018 zu lesen.

Kontakt

Weltladen Buchloe
Bahnhofstr. 24
86807 Buchloe

Tel. 08241-6203

info@weltladen-buchloe.de

Öffnungszeiten
Mo - Sa 9 - 13 Uhr 
Mo, Di, Do, Fr 14 - 18 Uhr 

Rufen Sie einfach an

oder

nutzen Sie das Kontaktformular

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Weltladen Buchloe