Solidarische Landwirtschaft für Kaffee

Ganz neue Wege fairer und direkter Handelsbeziehungen probiert das Weltladen-Netzwerk Iller-Lech aus

Gemeinsam mit dem Kaffee-Röster Jens Klein von Café Chavalo und weiteren Partnern haben einige Pioniere aus dem Netzwerk die weltweit erste globale solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) für Kaffee aus der Taufe gehoben. In diesem zukunftsweisenden Projekt wirtschaften nicaraguanische Kaffeebauern und deutsche Konsumenten gemeinsam und teilen sich Verantwortung, Risiko und Erfolg.
Konkret bedeutet solidarische Landwirtschaft, dass die Kaffeebauern festlegen, was sie an finanziellen Mitteln brauchen, um ihre familiäre Existenz zu sichern und ihr Land nachhaltig bearbeiten und für die Zukunft erhalten zu können. Die beteiligten Projektpartner finanzieren diesen Bedarf durch vierteljährliche Zahlungen im Voraus und erhalten im Gegenzug die gesamte Ernte. So erhalten die Produzenten ein sicheres Einkommen und alle Beteiligten tragen erstmals auch das landwirtschaftliche Risiko von möglichen Ernteeinbußen oder -ausfällen gemeinsam. „So sieht gelebte Solidarität auf Augenhöhe aus“, freuen sich Claudia Wahl und Dorothe Ruhfaut vom Weltladen Buchloe stellvertretend für ihre Kolleginnen und Kollegen.
Der Bio-Kaffee der Kooperative Unión de Cooperativas Héroes y Mártires de Miraflor in Nicaragua wird auf 1250 m Höhe in kleinen Mischkultur-Parzellen in Einklang mit der Natur angebaut. Miraflor ist ein Naturreservat, das unter anderem für seine riesige Orchideen-Vielfalt und zahlreichen Vogelarten bekannt ist.
Das Projekt unterstützt somit nicht nur eine zukunftsfähige Landwirtschaft und die Existenzsicherung kleiner Betriebe, sondern leistet zugleich auch einen wertvollen Beitrag für Klima- und Naturschutz, Artenvielfalt und den Erhalt von Böden und Kulturlandschaft.

Die erste Ernte ist bereits als Filterkaffee und Espresso in den Weltläden Buchloe, Schongau, Pfronten, Schwabmünchen, Füssen, Bad Grönenbach und Freising erhältlich.

Weitere Informationen erhalten alle interessierten Kunden bei den Mitarbeiter*innen der genannten Weltläden.

Unterstützen Sie ein zukunftsweisendes Projekt

und schenken Sie sich oder anderen einen

Ernteanteil Kaffee aus solidarischer Landwirtschaft

Der Anbau des Kaffees erfolgt im Naturreservat Miraflor im Norden Nicaraguas in einer Höhe von durchschnittlich 1250 Meter und wird nur als Schattenanbau betrieben. Die Kaffeekirschen werden ausschließlich von Hand gepflückt und sortiert. Die Bauern bewirtschaften ihre Parzellen im Einklang mit der Natur als Mischkultur und bauen zusätzlich zum Kaffee diverses Gemüse, Getreide und Grundnahrungsmittel für den Eigenverbrauch und den Verkauf auf dem lokalen Markt an. Umweltschutz, Gleichberechtigung und eine Zukunft für die nächste Generation sind die wichtigsten Themen für die Kooperative. 

Sie kaufen einen Ernteanteil, mit dem die Arbeit der Bauern vorfinanziert wird.

Dadurch wird es den Kaffeebauern möglich, sich unabhängig von Marktzwängen einer guten landwirtschaftlichen Praxis zu widmen und den Boden fruchtbar zu erhalten.

Der Ernteertrag schwankt jährlich, so dass ein Ernteanteil im Bereich von drei bis fünf Kilogramm liegen kann.

Im Jahr 2021 erhalten Sie für einen Ernteanteil 4 kg Bio-Kaffee.

Ein Ernteanteil kostet 80 Euro und Sie können diesen bereits schon jetzt im Weltladen Buchloe abholen.

Wir freuen uns, wenn Sie dieses Angebot wahrnehmen und die Arbeit der Kaffeebauern solidarisch unterstützen.

Gerne erhalten Sie weitere Informationen zu diesem Projekt und seinen Partnern bei uns im Laden.

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